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"Zwei Naturen - drei Wege zum Licht"

Zu diesem Thema laden wir Euch zu unserem letzten Gesprächsabend vor der Sommerpause ein:

Liebe Interessenten*innen, Freundinnen und Freunde,

 ... viele Einweihungssysteme gehen davon aus, dass jeder Mensch Anteil an zwei Naturen hat: Da ist zunächst die vergängliche irdische Natur, in der unsere Persönlichkeit mit großen Vermögen begabt die Krone der natürlichen Entwicklungen darstellt. Sie ist als eine vergängliche Existenz mit Krankheiten bis hin zum Tod angelegt.

Gleichzeitig existiert im selben Raum eine unsterbliche, göttliche Natur. In seinem tiefsten inneren Kern ist der Mensch ebenfalls ein Geistseelenwesen, das als ewige Idee aus der göttlichen Natur hervorgegangen ist. Inkarniert in einer sterblichen Persönlichkeit verfügt der göttliche Kern über ein "Ausdrucksmittel", mit dessen Hilfe er in Erscheinung treten und sich ausdrücken kann. Unter Mitwirkung dieses "Fahrzeugs" streben wir danach, eine Brücke zur Welt des Geistes in uns zu bauen. Dadurch wird es möglich, dass die natürliche Persönlichkeit der göttlichen Wesenheit begegnen kann und sie erkennt. So entsteht eine Verbindung zwischen der unsterblichen Natur und der vergänglichen Natur.

Um die natürliche Persönlichkeit auf diese Begegnung vorzubereiten, sie geeignet zu machen für die Offenbarung des göttlichen Wesens in ihrem Inneren wird von drei Wegen, drei Methoden zur Einweihung berichtet.

1. gibt es Systeme, in denen durch Übungen und Mantras das Bewusstsein von der Persönlichkeit abgespalten wird, ähnlich dem wie es auch während unseres Schlafes geschieht. Von den körperlichen Bedingungen befreit, erhebt sich das Bewusstsein in die Sphären der Astral- und Mentalwelt, um dort Kenntnis aus erster Hand zu gewinnen.

2. existieren Systeme, die sich bemühen, die Persönlichkeit in einen Zustand höchster Reinheit und Verfeinerung zu bringen. Sie zu kultivieren, so dass das Licht des Gottesgedankens sich darin spiegeln und ausdrücken kann. Und schließlich gibt es

3. Systeme, die danach streben, die alchemische Verwandlung der natürlichen Persönlichkeit herbeizuführen – bis in jede einzelne Zelle hinein. Auf diese Weise entsteht faktisch eine neue Persönlichkeit. Sie scheint mit der alten identisch zu sein. Aber in Wirklichkeit ist sie von Grund auf anders geprägt. Sie besteht aus Atomen und Substanzen von wesentlich anderer Qualität, als sie  sonst in der irdischen Welt gefunden werden.

Der Weg des Goldenen Rosenkreuzes stützt sich auf dieses dritte Einweihungssystem. Es erscheint in der heutigen Zeit vorteilhafter. Die dritte Methode beschreibt einen langsamen, kontinuierlichen Weg und vermeidet Gefahren, die bei den anderen beiden Systemen auftreten - auf
dem Weg der Persönlichkeitsspaltungbzw. der Persönlichkeitskultur. Diese beiden Wege waren zu Zeiten sinnvoll, als die Menschen noch nicht so individualisiert waren wie es heute der Fall ist ...
(Auszug aus www.rosenkreuz.de/Artikel/"Zwei Naturen - Drei Einweihungswege")