Hermes Trismegistos und das Corpus Hermeticum

Hermes Trismegistos, der dreimal Große, gilt als der große Eingeweihte, der die uralte heilige Weisheit in die ägyptische Kultur gebracht hat. Das Wirken des Hermes geht bis in die urpersische Zeit zurück: Er wies den Einweihungsweg im Licht der geistigen Sonne.

Das Corpus Hermeticum zeugt von Erfahrungen mit der göttlich-geistigen Welt. Es enthält keine einheitliche Lehre, kein Glaubensdogma, sondern zeigt Wege auf, die die Tür zum Transzendenten öffnen. Wege, die in jeder Kultur gegangen werden können. Große Mystiker und Gnostiker im Islam und im Christentum sind von der hermetischen Weisheit beeinflusst worden.

Die hermetischen Schriften wirkten nach ihrer Entstehung im zweiten bis dritten Jahrhundert nach Christus als Untergrundströmung fort, bis sie zum Impuls der Renaissance beitrugen. Das Corpus Hermeticum verbreitete sich nach seiner Übertragung ins Lateinische durch Marsilio Ficino am Ende des 15.Jahrhunderts binnen weniger Jahrzehnte über ganz Europa und beeinflusste maßgeblich das Denken der Vorreiter einer freiheitlichen Entwicklung.

Auch in unserer Zeit sind wir gefordert, uns neu zu gründen. Dafür benötigen wir geistige Fundamente, die in die Tiefe reichen. Leitlinie hierfür ist die Frage, die den Menschen immer begleitet: Wer bin ich wirklich?

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