Das kreative Nichts und die Totalität des Geistes

Das Nichts ist einerseits die Leere und Vergeblichkeit, andererseits ist es die Fülle des Ungeschaffenen, aus der alles entsteht. Das Nichts muss riskiert werden, um sich aus dem Leeren und Vergeblichen in ein Wesentliches, Schöpferisches und Wahres zu verwandeln.

Das Nichts begegnet uns heute zunehmend in einer zweifachen Bedeutung: Zum einen wird es negativ, leblos, erschreckend gedeutet. Zum anderen wird es heute von immer mehr Menschen bewusst positiv gedeutet. Es wird wahrgenommen als das Nichts, aus dem alles entsteht, aus dem wir alle kommen.

Der Schlüssel zur dieser Erfahrung ist das Risiko zum Nichts. Das Nichts muss riskiert werden, um sich aus dem Leeren, Absurden und Vergeblichen in ein Wesentliches, Schöpferisches und Wahres zu verwandeln.

Ein französischer Philosoph bringt diese zweifache Bedeutung des Nichts treffend in dem Satz zum Ausdruck „Die Welt gibt uns zunächst den Eindruck sie sei leer, absurd und vergeblich“, und stellt dieser Wahrnehmung „die Erfahrung der Schönheit“ entgegen. Er sagt weiter: „In dem Moment, wo die Wahrheit aufblüht, entzieht sie sich sofort wieder, aber sie hinterlässt eine Spur. Und diese Spur schenkt die Gewissheit, dass diese Leere, Absurdität und Vergeblichkeit nicht das letzte Wort sind.“

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