Die Schöne und das Tier

Schattenspiel

Das Märchen handelt symbolisch von der Befreiung des göttlichen Menschen, der im irdischen Menschen (das Tier)  verborgen liegt.  Die bedingungslose Liebe der Seele (die Schöne) erweckt die Impulse des Geistes, die den Naturmenschen zu seiner Lebensaufgabe hinführen.

Die Geschichte beginnt mit einem Kaufmann, in dessen Brust zwei Stimmen sprechen: Eine hält ihn dazu an, sich dem Daseinskampf durch Selbstbehauptung zu widmen. Die andere ruft ihn zart dazu auf, sich einer höheren Natur, mit der er verbunden ist, zuzuwenden. Dieser Aspekt in ihm sehnt sich nach einer geistigen Atmosphäre, in der sie atmen kann.

Dem zweiten geistigen Impuls folgend, gerät sein Leben in Bewegung. Es fordert Selbstverantwortung und mündet darin, sich dem Leben und Wohlergehen der höheren Seelennatur zu weihen: Er bringt ihr die ersehnte Rose. Damit öffnet sich eine Tür zu großen Veränderungen, denn es ist der Seele vorbehalten – durch die Kraft der Rose und den Einsatz ihres Lebens –, die Führung der weiteren Lebensprozesse zu übernehmen. Sie begibt sich in das Schloss des Tieres. Jedoch kämpft sie nicht gegen das Tier, sondern weckt durch ihre strahlende Gegenwart seine Urerinnerung an eine einstige Größe, die seine Dumpfheit immer mehr läutert.  Am Ende erstrahlt das ursprüngliche Geistprinzip im Menschen.

Termine

Orangerie Überlingen

Calw

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