Die Alchemische Hochzeit

5. Abend: Die Mysterientiere

Nach der Prüfung treten die Kandidaten in eine tiefe Stille und Ruhe ein und begegnen am dritten Tag zunächst dem Einhorn, dem Löwen und der Taube und danach dem Phönix, dem Adler, dem Greifen und dem Falken.

Das Einhorn steht für das reine Verlangen, die spirituelle Idealität, und den neuen, geläuterten Willen, der eine konzentrierte, harmonische Ordnung mit sich bringt. Der erhabene Löwe symbolisiert die universelle Liebe Gottes und die Taube mit dem Ölbaumzweig den göttlichen Geist.
Wenn dieses feurige Dreieick, das Trigonum Igneum der klassischen Rosenkreuzer brennt, kann der Einweihungskandidat den Tempel betreten. Die Taube stellt hier die intelligente Lebenshaltung dar, die unter allen Umständen dem wahren Frieden dient, dem Frieden, der allen Verstand übersteigt.
Danach begegnen die Kandidaten dem Phönix, dem Adler, dem Greifen und dem Falken. Der Phönix, der herrliche Feuervogel ist das Symbol für die Auferstehung von aus dem Grab, die Überwindung des Todes. Der Adler hat hingegen viele Bedeutungen: Luft, Überblick, Scharfsinn, Geist-Seele, Lebenskraft, Gnosis, neue Seele, Atemfeld.
Aus der Heraldik kennen wir den Greifen mit dem Oberkörper eines Adlers, dem Unterkörper eines Löwen mit gewaltigen Klauen. Im Osten ist der Greif der Bewacher des Goldes, der Schatzmeister, der Beschützer des Lichtes. Schließlich wird der Falke genannt als das Symbol der Verbindung des Sterblichen mit dem Unsterblichen. Mit ihm wird die Verbindung zu den alten, ägyptischen Mysterien hergestellt und zur hermetischen Weisheit.

Wir wollen uns mit  Zitaten aus der „Alchimischen Hochzeit des Christian Rosenkreuz“ anhand der esoterischen Analyse von Jan van Rijckenborgh die Bedeutung der verwendeten Symbole für unser Leben erschließen. Auch wenn die Themen aufeinander aufbauen, können Sie jederzeit hinzukommen.

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Hameln

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    Lectorium Rosicrucianum, Baustraße 7, 31785 Hameln, Deutschland