Das Rad von Geburt und Tod

Die Philosophie und der Weg der Rosenkreuzer - 2. Abend

Karma – Das Gesetz von Ursache und Wirkung ist ein zentrales göttliches Gesetz. Wie hängen Diesseits und Jenseits miteinander zusammen?

Im westlichen Kulturkreis herrscht die Meinung vor, dass man nur einmal lebt. Östliche Religionen sprechen dagegen von einer Kette von Inkarnationen. Die Rosenkreuzer sehen den Menschen als ein zweifaches Wesen. In der sterblichen Offenbarungsform steckt ein unsterbliches Wesen, das aus einem anderen Lebensfeld stammt und dorthin zurückkehren möchte. Dieses nicht erlöste Wesen ist der ursprüngliche Mensch, von dem gesagt wird, er sei der göttliche Bewohner des Universums. Der äußere Mensch, die Persönlichkeit, ist nur ein irdisches Ausdrucksmittel für den darin verborgenen Gott.

Wenn das so ist, dann ist das Jenseits nur ein zeitlicher Aufenthaltsort, so wie das Diesseits. Das Lebensfeld der Ewigkeit ist nicht mit dem Jenseits gleichzusetzen. Das Jenseits ist nur die Spiegelung des Diesseits („Spiegelsphäre“) und der Aufenthaltsort der Verstorbenen. Es ist ebenso der Vergänglichkeit unterworfen. Diesseits und Jenseits sind die zwei Seiten einer Medaille, welche die Rosenkreuzer als „dialektische“ – d. h. gegensätzliche, zweipolige – Welt bezeichnen. Nichts in der Dialektik ist von Dauer, alles verkehrt sich früher oder später in sein Gegenteil.

Dieser Gesprächsabend ist der zweite von insgesamt neun Abenden der Reihe „Die Philosophie und der Weg der Rosenkreuzer“. Auch wenn die Themen aufeinander aufbauen, können Sie jederzeit hinzukommen.

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