08. Welche Bedeutung hat die Reinkarnation in der Lehre des Rosenkreuzes?

Die Lehre der Internationalen Schule des Rosenkreuzes geht davon aus, dass nicht die sterbliche Persönlichkeit des Menschen reinkarniert. Sie ist einmalig, aus der Materie der sterblichen Welt zusammengesetzt und wird sich wieder darin auflösen, wenn ihre Zeit gekommen ist. Es ist der Geistkern im Menschen und der ihn umgebende Mikrokosmos, der durch den Kreislauf von Geburt und Tod in der Welt der Materie und der Gegensätze Erfahrungen sammelt. Bei jeder Inkarnation des Mikrokosmos wird eine neue sterbliche Persönlichkeit vor die Aufgabe gestellt, den Mikrokosmos aus der Gebundenheit an das Rad der Geburt und des Todes zu befreien und ihn in seine eigentliche Heimat, die Geistseelenwelt zurückzuführen. Die Kraft, die diese Rückkehr ermöglicht, ist die atmosphärische Christuskraft, die der Rosenkreuzschüler durch sein Leben in seinem System verankert. Diese Kraft durchkreuzt das Karma, das seinen Mikrokosmos an die Materie bindet, und lässt den unsterblichen „Anderen“, den göttlichen Menschen, wieder wachsen. So sagte Paulus: „Ich muss untergehen, der Andere muss wachsen.“

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