Was macht den Menschen zum Schöpfer

Mensch der Mensch ein Magier Teil 2

Der Mensch tritt durch seinen physischen Körper mit der Umwelt in Kontakt. Mit Hilfe spezieller Organe kann er seine Umwelt wahrnehmen, erfassen und verarbeiten. Daraus entwickelt er die Kraft zur Gestaltung.

Um schöpferisch tätig zu sein, steht dem Menschen ein fünffaches Organsystem zur Verfügung: Die Sinnesorgane, die Haut, das Nerven- und Hormonsystem und das Gehirn. Als Werkzeuge seiner Schöpferkraft dienen ihm der Kehlkopf und die Geschlechtsorgane.

Das menschliche Hirn ist mit vielen Vermögen ausgestattet: Der Empfänglichkeit für Eindrücke, der persönlichen Mentalität, der Vorstellungskraft. Aber auch die Instinkte, Triebe, Leidenschaften, Begehren und das Wollen beeinflussen das Gehirn.

Um den Gedanken, Gefühlen, dem Wünschen und Wollen Ausdruck verleihen zu können, nutzt der Mensch sein Sprachvermögen. Der Kehlkopf mit den Stimmbändern ist dabei sein wichtigstes Schöpfungsorgan. Durch die Wahl der Worte, bestimmte Ausdrucksformen, durch Gefühle, Stimmungslagen oder auch Absichten kommuniziert er mit seiner Umwelt und seinen Mitmenschen und gestaltet so seine Beziehungen.

Endlose Gespräche ohne wesentlichen Inhalt, Kritik, Lästern oder  Beleidigungen beschädigen dieses Schöpfungsorgan. Bewusster Gebrauch erfordert ein Stillwerden, sowohl im Äußeren, aber vor allem  im Inneren des Menschen, denn dort, in der Mitte seines Herzens, liegt der Begegnungspunkt von Geist und Natur. Eine bewusste Begegnung zieht unweigerlich eine reinigende Veränderung im Kehlkopfsystem nach sich, und der Raum für eine neue, schöpferische Kommunikation ist geschaffen.
Die durch menschliche Gedankenkraft entwickelten Bilder werden vom Wollen, Wünschen und Begehren belebt und genährt. Die so geweckten Bewegtheiten wirken sich dann auf das „Bauchhirn“ des Menschen aus, in dem der Wille seinen Sitz hat. Und daraus  folgt schließlich die Handlung. Der Mensch erschafft auf diese Weise immer wieder seine eigene Realität gemäß den irdischen Gesetzmäßigkeiten: Wie oben, so unten, wie innen, so außen.

Durch das Begehren des geschlechtlichen Gegenpols werden schöpferische Kräfte geweckt, die in der Lage sind, neues Leben zu schaffen: Die Zeugungs- bzw. Fortpflanzungskraft im Bereich des menschlichen Beckens. Die innewohnenden Kräfte, die aus einer Ei- und Samenzelle einen kleinen neuen Menschen entstehen lassen, gleichen einem Wunder.

Aus welcher Quelle schöpft also der Mensch?
Nur aus dem Begegnungspunkt im Herzen zwischen Geist und Natur entsteht ein Raum der Stille, aus dem eine umfassendere Bewusstseinsentwicklung möglich wird. Dann nimmt der Mensch auch andere Gefühle, Gedanken und Regungen in sich wahr, die nicht aus ihm selbst heraus entstanden sind, sondern gleichsam in sein System einbrechen und so seiner bisherigen Mentalität eine spirituelle Richtung verleihen.

Ein neues Denkvermögen, neue Willenswirksamkeiten und ein neues Seelenbewusstsein entstehen, anfangs vielleicht nur in einem Handlungsimpuls oder Gedankenblitz, dennoch richtungsweisend.
Im Begegnungspunkt von Geist und Natur in der Mitte des Herzens erwacht das vom Geist inspirierte Seelenbewusstsein, und der Mensch öffnet sich für die göttliche Weisheit. Durch das Stillwerden im Herzen erfährt er seine wirkliche, höhere Berufung. Herz und Haupt sind dann eins, im vollkommenen Gleichgewicht von Denken, Wollen, Fühlen und Handeln.  Eine ganz neue schöpferische Kraft  ist geboren.

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