Reinkarnation und das Erbe des göttlichen Menschen

Erleuchtung, Teil 8

Zur Philosophie des Rosenkreuzes gehört die Lehre der Reinkarnation, die das Leben in einem anderen Licht zeigt. So wird der Mensch bereits mit einer Fülle von Erfahrungen und Erlebnissen in diese Welt hinein geboren.

Reinkarnation bedeutet Wiederfleischwerdung, Wiederverkörperung. Der Begriff wird unterschiedlich gebraucht, häufig versteht man darunter die Wiedergeburt der Seele einer sterblichen Persönlichkeit in einem neuen Körper.

Rosenkreuzer sehen Reinkarnation hingegen als einen Prozess auf einer höheren Ebene. Dabei ist das Wissen um die Reinkarnation von großer Bedeutung, weil es mit dem Wissen um die Möglichkeit der Befreiung aus dem fortwährenden Kreislauf von Geburt und Tod in dieser Diesseits-Jenseits-Welt verbunden ist. Dabei steht die Frage zentral:

Wer oder was reinkarniert?

Es ist nicht der irdische Mensch, der wieder in die Welt inkarniert, nicht die irdische Persönlichkeit mit ihrem Bewusstsein und ihrer natürlichen Beseelung. Sondern es ist das unsterbliche Prinzip, die unsterbliche geistige Struktur, das im sterblichen Menschen verborgene göttliche Wesen. Die Rosenkreuzer nennen es Mikrokosmos. Es ist das Lebenssystem, das den Menschen umhüllt. Darin sammeln sich im Laufe zahlloser Inkarnationen Kenntnisse, Erfahrungen und Erlebnisse an. Sie sind sozusagen die Mitgift für den Menschen, der in das System, in den Mikrokosmos „einzieht“ und ihn bei der nächsten Inkarnation eine Zeit lang bewohnt. Der Mensch kann dieses Erbe bis zu einem gewissen Grade negieren oder es nutzen.

Einem Mikrokosmos mit großem Reichtum an Erfahrungen und entsprechender Reife ist es möglich, auf dieser Basis in der aktuellen Inkarnation seinen Weg nach Hause in die göttliche, ursprüngliche Welt wieder anzutreten.

Dann ist der Mikrokosmos von einer erneuten Reinkarnation in die Welt der Materie befreit. Dann erhält er Anteil an einem Lebensfeld, das ewig und unsterblich ist.

In diesem göttlichen Lebensfeld, einem Feld des ewigen Werdens, setzt sich der Entwicklungsgang fort. Von Kraft zu Kraft und von Herrlichkeit zu Herrlichkeit.

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