Corona

Krisen als Chance

Krisen gehören zum Leben, individuell wie kollektiv. Das Besondere an der augenblicklichen Krise ist jedoch, dass sie sich weltweit ausgebreitet hat und nun nahezu alle Lebensbereiche betrifft. Jeder ist daher aufgefordert, sich mit ihr auseinander zu setzen.

Im Augenblick erlebt die Welt eine globale Krise auf nahezu allen Gebieten des Lebens. Ausgehend von einem Virus, dessen Gefährlichkeit unterschiedlich eingestuft wird, erfolgen einschränkende Maßnahmen durch Länderregierungen auf der ganzen Welt. Obwohl unterschiedlich betroffen, ist die Übereinstimmung in der Einschätzung der Krise bei allen Ländern fast ausnahmslos ähnlich. Es gibt dabei Phänomene in der Sichtweise, die etwas Universelles haben. Die Hintergründe dieser Pandemie scheinen vielfältig und sind bisher nicht eindeutig geklärt. Doch die Auswirkungen stürzen die Menschen in eine tiefe Unsicherheit.

Ursachen von Pandemien

Früher glaubte man, Pandemien seien Strafen des göttlichen Gerichtes. Als im Mittelalter die Pest wütete, waren es die Kirchen, die diese Zusammenhänge verbreiteten und die Menschen in Angst und Panik versetzten. Im industriellen Zeitalter beherrschten die Tuberkulose und später die Cholera ganze Bevölkerungskreise. In unserer Zeit sind Aids,  Ebola – und jetzt Corona - die gefürchteten Geißeln der Menschheit. Doch allen Seuchen und Epidemien ist gemeinsam: sie scheinen „menschengemacht“ zu sein.

Wir leben heute in einer überwiegend nüchternen, rationalen Welt, die strafende Instanzen dafür nicht mehr verantwortlich machen will. Darüber hinaus sucht sie den Feind eher im Außen: in unsichtbaren Mikroorganismen, die hier gefährlich werden. Nur selten erhebt sich die eine oder andere Stimme, die die Menschheit mit ihren Lebensbedingungen und Verhaltensweisen als Ursache für diese Seuchen benennt. Vielleicht zeigt schon die Bibel diesen Zusammenhang auf, indem sie sagt: „Was der Mensch sät, wird er ernten“ - was hier nicht als strafende Instanz, sondern ganz nüchtern als ein universelles göttliches Gesetz gesehen werden kann.

Krise als Lernprozess

Dieselbe Heilige Schrift lässt uns wissen, dass die Gesetze, die das Allgeschehen leiten, von universeller Liebe getragen sind. Das erscheint zunächst befremdlich, da Liebe eher schöne Erinnerungen wachruft, und wir Liebe nicht als Grundlage für eine Krise oder gar Bedrohung empfinden. So verstehen wir zunächst nicht, dass es göttliche Liebe sein soll, die alles, was sich nicht in Übereinstimmung mit den kosmischen Naturgesetzen verhält, von eben dieser Liebe "korrigiert" wird. Vielleicht ist das aber nur ein Mangel an Bewusstsein, vielleicht können wir nur nicht tief genug „verstehen“.

In der Konsequenz würde das dann bedeuten, dass, so lange die Menschheit sich dieser Zusammenhänge nicht bewusst wird, nicht tief genug in diese Gesetzmäßigkeiten hineinschaut, die Krisen immer wieder zeigen, dass sie mit den geistigen Gesetzen nicht in Einklang lebt. Dann wird der Mensch zum Zauberlehrling, der die Geister rief und nun mit seinen selbst geschaffenen Geistern konfrontiert wird.  Leid, Weh und Schmerz sind meist damit verbunden, doch auch die Chance, nicht nur passiv zu erdulden, sondern innerhalb des Leides Fragen zu stellen und Hintergründe oder Zusammenhänge zu erforschen. Wer sich dazu entschließen kann, wird immer Hilfe erfahren. Hilfe in Form von Einsicht, Erkenntnis und Lösungsmöglichkeiten.

 

 Jede Zeit, ein Abschnitt in der Menschheitsentwicklung

Wenn man davon ausgeht, dass es ein Interesse des Schöpfers an seinen Geschöpfen gibt, und dass dieses Interesse von Liebe getragen ist, dann wird man verstehen, wie sehr das kosmische Geschehen davon beeinflusst wird. „Gott lässt nicht die Werke seiner Hände“, bestätigen uns die Heiligen Schriften. Geistige Gesetze regeln daher das Allgeschehen und leiten die Entwicklung der Menschheit mit Hilfe bestimmter Strahlungen. Zu allen Zeiten wechseln diese Strahlungen und passen die gegebenen Umstände an die neu entstehende Atmosphäre an. Dass Strahlungen Energiefelder erzeugen, in denen bestimmte Gestzmäßigkeiten herrschen, ist heute nichts Ungewöhliches mehr. In unserer Zeit ist es die so genannte  Aquariusstrahlung, die unsere Atmosphäre verändert und dadurch besonders intensiv auf die Menschheit einwirkt. Diese Strahlung schafft immer wieder aufs neue eine Atmosphäre, die den Menschen zum Bewusstsein seines göttlichen Ursprungs zurückführt und ihm Hilfe und Unterstützung bei seinem Aufgang zum Licht gibt.   

Reinigung als Mittel zu seelischem Wachstum

Wir erfahren im Augenblick, dass sich viele Probleme in der Menschheit angehäuft haben, denn besonders in Wirtschaft und Politik leben wir nach dem Motto: langfristige Katastrophen für kurzfristigen Profit. Wir müssen uns daher grundsätzlich die Frage stellen, ob wir durch unseren rücksichtslosen Umgang mit der Natur nicht letztlich einen für uns selbst tödlichen Preis bezahlen. Das menschliche Verhalten hat offensichtlich eine bestimmte Grenze erreicht, wo so etwas wie ein „Halt“ geboten wird.

Das Alte und Falsche muss notgedrungen entschleiert werden, damit die unerwünschten Kristallisationen im menschlichen Organismus sowohl individuell als auch kollektiv aufgebrochen werden. Dieser Zerbrechungs- oder Reinigungsprozess trifft alle – ohne Ausnahme - und bewegt die Menschheit in zwei Richtungen: in Richtung Unsicherheit, Angst, Sicherheitsbedürfnis und Egoismus auf der einen Seite und in Richtung Achtsamkeit, Seelenbewusstsein und Kenntnis der kausalen Zusammenhänge in der Welt auf der anderen Seite. Mit anderen Worten: Entweder Siechtum oder Regeneration.

Das eigentliche Ziel: Die seelische Wiedergeburt

Für den Regenerationsprozess kann der Mensch durch seine hohen geistig-seelischen Qualitäten mit Hilfe der universellen Strahlungswirksamkeiten, die seinem Wesen zu Grunde liegen, einen Wiedererschaffungsprozess in seinem Wesen anstoßen – individuell und kollektiv. Dieser Wiedererschaffungsprozess ist in unserer Zeit prinzipiell möglich geworden, verlangt aber nach einer Vertiefung des Bewusstseins und nach ernsthaftem Ergründen geistiger Zusammenhänge.

Daher ist es notwendig, dass sich immer mehr Menschen der Chancen in unserer augenblicklichen Krise bewusst werden. Die helfenden Kräfte sind um uns und in uns. Wir müssen sie beachten, in uns hineinhören und den seelischen Impulsen Gehör schenken.  Die uns momentan auferlegte Stilllegung des öffentlichen Lebens und die dadurch veränderten Lebensgewohnheiten können dazu beitragen, dass viele Menschen sich mehr mit dem Wesentlichen beschäftigen. Bei manchen zeigt sich, dass Angst und Panik in den Hintergrund treten.

Konsequenzen für ein Leben nach der Krise

Es gibt viele Sucher und spirituell aktive Menschen. Sie alle eint das Bemühen, die Aquariusstrahlung zu begreifen und mit ihr zu arbeiten. Alles Wissen ist verfügbar, nur die Anwendung im eigenen Selbst und im Kollektiv bleibt noch schwierig. Es gibt viele Interessensgemeinschaften wie das Goldene Rosenkreuz, in denen sich schon seit Jahren Menschen zusammefinden, die sich mit diesem Veränderungsprozess auseinandersetzen. Menschen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen, entwickeln ein besonderes Kraftfeld, das dann dynamisierend auf sie zurückwirkt. Dadurch entfaltet sich ein Verwandlungsprozess, der alle Teilnehmer mit einbezieht. Die Veränderung, die durch diese Dynamisierung entsteht, ist so weitreichend, dass man von einer seelischen Wiedergeburt sprechen kann. Da diese Gruppen gleichzeitig Teil der Menschheit sind, kann die Veränderung nicht ohne Wirkung auf alle bleiben.

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