Christus Jesus nachzufolgen bedeutet, in seiner Kraft den Auferstehungsweg zu gehen. Wenn ein Mensch den himmlischen Zwilling, den auferstandenen Geist-Seelen-Menschen, in sich verwirklicht hat, ist das Werk des Christus vollendet.
Von allen wunderbaren Verheißungen hat insbesondere die Verheißung der Auferstehung oft Erstaunen, Verwunderung, Zweifel oder Nicht-Glauben-Wollen ausgelöst. Wohl vor allem deshalb, weil dabei an eine Auferstehung des physischen Körpers gedacht wird.
Wenn wir verschiedene spirituelle Menschen oder Meister fragen würden: „Bist du bereits auferstanden?“ oder „Kennst du jemanden, der auferstanden ist?“, würden sie wohl mit „Nein“ antworten. Das wäre eine ehrliche Antwort, denn das Geschehen der Auferstehung entzieht sich unserem herkömmlichen Fassungsvermögen und damit auch jeder konkreten Unterhaltung. In dieser Welt gibt es keine Auferstehung, sondern nur den Lebensgang zwischen Geburt und Tod. Wenn ein Mensch den himmlischen Zwilling, den auferstandenen Geist-Seelen-Menschen, in sich verwirklicht hat, ist das weder zu sehen noch zu kommunizieren.
Deshalb wird das Geschehen der Auferstehung auch meistens mit bildlichen Andeutungen beschrieben, denn diese werden von der menschlichen Seele erfasst, auch wenn der Verstand sie nicht begreifen kann.
Auferstehung bezeichnet in der Bibel das christliche Mysterium der Wiedergeburt des göttlichen Menschen.
Wenn wir heute über Auferstehung sprechen, meinen wir damit, dass ein Mensch, der ein neues geistiges Bewusstsein entwickelt und daraufhin eine neue Körperlichkeit empfängt, die irdische Sterblichkeit überwunden hat.
Christus Jesus sagt: Werdet meine Nachfolger und werdet meine Freunde. Er fordert die Menschen nicht auf, ihn als göttliches Wesen anzubeten, sondern ihren Menschheitsauftrag zu erfüllen, indem sie selbst tun, was er vorgelebt hat. An ihn zu glauben reicht zur Erlösung nicht aus. Man kann aber in seiner Christuskraft den Auferstehungsweg gehen.
Dieser Gesprächsabend ist der letzte der Reihe „Die doppelte Biografie des Menschen – Seine irdische und göttliche Natur“.
Bisherige Veranstaltungen:
Die doppelte Biografie des Menschen 1: Das Lied der Perle
Der sterbliche und der ewige Mensch sind wie Zwillinge, die in einem gemeinsamen Gefährt unterwegs sind. Meistens übernimmt der Sterbliche das Steuer. Doch wenn das Ewigkeitswesen sich in einem Menschen Gehör verschafft, ändert sich die Lebensrichtung.
Die doppelte Biografie des Menschen 2: Kind und junger Mensch
Kinder und Jugendliche sind oft noch offen und aufnahmefähig für geistige Impulse. Sie verstehen die Sprache des Herzens. Daraus kann sich ein hohes Seelenvermögen entwickeln und eine große innere Reife.
Die doppelte Biografie des Menschen 3: Erwachsen sein … das Leben zur Blüte bringen
Ein erwachsener Mensch, dessen Seele in Resonanz zum himmlischen Zwilling steht, versteht sein Leben immer mehr als eine Inszenierung von Gegebenheiten, die ihm als äußerer Spiegel dienen, um den Sinn des Lebens besser zu erkennen.
Die doppelte Biografie des Menschen 4: Mann und Frau
Männliches und weibliches Leben ergänzen sich auch in spirituellem Sinn. Die verschiedenen Wahrnehmungen und Lebensaufgaben von Mann und Frau können einen Prozess der Selbsterkenntnis anstoßen, in dem jeder das ihm Fehlende erkennt und so zur Ganzheit gelangt.
Die doppelte Biografie des Menschen 5: Der Herbst des Lebens – die Früchte ernten
Existentielle Lebensfragen werden oft erst im Alter bewusst, wenn viele natürliche Wünsche ihre Bedeutung verloren haben. Das Ewigkeitswesen im Menschen lässt die Frage nach dem Sinn des Lebens und den Ruf zur Heimkehr immer stärker werden.
Die doppelte Biografie des Menschen 6: Sterben und Tod
Der bewusste Mensch, der seine doppelte Biografie verwirklicht, erlebt einen Lebenszustand, der ihn innerlich stärkt, ihn mit Kraft erfüllt, sein Herz öffnet und seinen Verstand klärt. Für ihn erhält der Tod eine andere Bedeutung.