Auf den ersten Blick scheint die Bergpredigt eine Reihe von Lebensanweisungen zu sein, von denen der heutige Mensch sich meist überfordert fühlt. Frei von moralischen und mystischen Vorstellungen betrachtet, kann die Bergpredigt jedoch ein Kraftquell sein, der unser innereigenes geistig-seelisches Potential wecken und zum Wachstum führen kann. (Gesprächsabende aus der Reihe "Der Innere Quell")Wenn es gelingt, einen Blick frei von theologischen Ansätzen und mystischen Verschleierungen auf die Bergpredigt zu werfen, kann man erkennen, dass sie im Menschen viel mehr als den Verstand, das Gefühl oder eine moralische Instanz ansprechen will.
Die Bergpredigt enthält Hinweise auf eine andere, ursprüngliche, göttliche Welt und auf die im Menschen verborgene Möglichkeit, Anteil daran zu erhalten.
Sie richtet sich an eine tiefere geistig-seelische Dimension im Menschen, die darauf wartet, sich wieder entfalten zu können. Die Impulse aus dieser Dimension sind es, die den Menschen zum Suchen nach Wahrheit, Weisheit und ewigen Werten drängen und ihm als ein innerer Kompass dienen können.
Als "Der Innere Quell" werden Gesprächsabende bezeichnet, die auf aktueller gnostischer Literatur basieren. Darin entschlüsseln die Gründer des Lectorium Rosicrucianum die zeitlose Weisheitslehre aus altüberlieferten gnostischen Schriften in einer zeitgemäßen Sprache. Prinzipiell liegt in jedem Menschen ein innerer Quell der Erkenntnis und der Kraft des Lebens verborgen. Der Name der Reihe deutet daher auf das Ziel der menschlichen Entwicklung hin, diesen Quell wieder zum Fließen zu bringen.
Die Themen der einzelnen Abende aus der Reihe „Die Bergpredigt“:
Die Bergbesteigung (12. April 2010)
Das Wesen des inneren Christentums (03. Mai 2010)
Das äußere und das innere Gesetz (07. Juni 2010)
Der Friede, der allen Verstand übersteigt (05. Juli 2010)
Auf dem Weg ins Innerste (06. September 2010)
Das Licht verwirklichen (04. Oktober 2010)