Drei Schriften der Rosenkreuzer lösten Anfang des 17. Jahrhunderts eine starke Bewegtheit im geistigen Europa aus. Ihre Botschaft ist für Menschen, die ernsthaft nach einer geistigen Erneuerung suchen, bis heute aktuell. (Gespräch)Anfang des 17. Jahrhunderts sorgten drei Schriften in Europa für Aufregung. Eine kleine Gruppe, die sich Rosenkreuzer nannte, veröffentlichte drei Bücher, die als die Rosenkreuzer-Manifeste bekannt wurden. Sie erschienen unter dem Namen von Johann Valentin Andreä in den Jahren 1614 bis 1616 in Deutschland.
Das dritte Buch, die Alchimische Hochzeit des Christian Rosenkreuz, ist die Einweihungsschrift der Rosenkreuzer. Sie ist die verschleierte, allegorische Geschichte des Christian Rosenkreuz auf seinem Weg zum Einswerden der Seele mit dem göttlichen Geist. In diesem Sinne zeugt das Buch von erlebter Wahrheit und ist insofern ein „Testament“ der Rosenkreuzer. Auch heute kann dieser Weg zur inneren Erneuerung gegangen werden.
Die Schrift ist in einer autobiografischen Erzählform mit märchenhaften Bildern verfasst. Die darin geschilderten Ereignisse sind verschlüsselte Darstellungen von geistig-seelischen Entwicklungsprozessen. An dem Gesprächsabend werden diese Symbole entschlüsselt. Mit kurzen Textstellen aus den ersten Kapiteln "Der Tag vor Ostern" und "Die Ankunft des Christian Rosenkreuz im Schloss" werden Einblicke in die Hintergründe und die Absicht dieser Schrift vermittelt.