Die Erkenntnisse des mittelalterlichen Erneuerers der abendländischen Medizin und Philosophie Paracelsus sind heute noch aktuell. Er fordert vom Menschen, das Wesentliche in sich zu finden: die Heilung der Seele durch den Geist. Alles andere fällt ihm dann zu.
Heilung kann ein Mensch nur dann wirklich erleben, wenn er in seinem innersten Wesen den Kontakt mit dem Geist sucht und findet. Der Philosoph und Arzt Paracelsus war eine der geheimnisvollsten Figuren des Mittelalters, der auch die klassischen Rosenkreuzer mit seinen Gedanken inspirierte. Sein Geheimnis entschleiert nur derjenige, der wirklich erkennt, wozu der Mensch berufen ist. Die Verwandlung der Seele durch den göttlichen Geist ist ein Prozess, durch den innerlich erfahren wird, was dem menschlichen Leben zugrunde liegt.
Paracelsus sah eine Analogie zwischen Kosmos, Natur und Mensch, die der wahre Heiler begreift und so das geeignete Heilmittel findet. Dieses Wissen ist zeitlos und enthält einen geistigen Kern, nämlich dass der Mensch nicht nur ein in den Kosmos eingebettetes sterbliches seelisch-körperliches Wesen ist. Er ist potenziell auch ein ewiges, geistiges Wesen, das über dem Kosmos steht.