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„Die Morgenlandfahrt“ von Hermann Hesse


Reiseberichte gibt es viele – die Erzählung über den geheimnisvollen Bund der Morgenlandfahrer geht darüber hinaus und ist für den suchenden Menschen hochaktuell. Der Vortrag entschlüsselt Hesses märchenhafte Bilder als Symbole für die Reise in das Innere der Seele.

Sich auf den Weg machen, dem Ruf einer inneren Vision folgen... der Bund der Morgenlandfahrer hat sich diesem Ziel verschrieben. Die „normalen“ Menschen verlieren es im täglichen Einerlei des Lebens nur allzu leicht aus den Augen. So erging es zunächst auch dem Ich-Erzähler in Hermann Hesses „Morgenlandfahrt“.

Mit subtiler Ahnung der Phasen und Gefahren eines spirituellen Einweihungsweges beschreibt Hesse die Entwicklung eines Menschen, der das innerste Ziel seines Lebens schließlich nicht mehr vergisst und ihm kompromisslos folgt. Eine zentrale Rolle in diesem Vorgang spielt der mysteriöse Diener Leo. Als symbolhafte Figur kommt ihm eine alles entscheidende Bedeutung bei jeder gnostischen Entwicklung zu. Die märchenhafte Atmosphäre, die der gesamten Erzählung anhaftet, lässt  das letztlich immer Unbeschreibbare des inneren Einweihungsweges erahnen.

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