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Phönix und Pelikan - durch das Selbstopfer zur Auferstehung

Phönix - Symbol einer geheimnisvollen Verwandlung
Phönix - Symbol einer geheimnisvollen Verwandlung

Er stirbt durch Feuer und wird aus seiner Asche wieder neu geboren – der Feuervogel Phönix, Sinnbild für die Auferstehung durch den Heiligen Geist. Damit auch der Geist des Menschen zum Phönix werden kann, ist ein Selbstopfer nötig, das uns der Pelikan zeigt. Er verzehrt sich selbst, damit seine Kinder leben sollen.

Der Phönix ist ein geheimnisvolles, uraltes Symbol. Unzählige Studien berichten über seinen Ursprung und seine Ikonografie. Auch in der Bibel wird dieser Wundervogel erwähnt. Zum Beispiel sagt Hiob (Buch Hiob 29:18): „Mit meinem Neste werde ich sterben und lange leben wie der Phönix.“ Das Kennzeichen dieses Mysterienwesens ist die Unzerstörbarkeit seines Lebens, die ständige Wiederkehr aus dem Tod zurück ins Leben.

Heiliger Vogel aus Ägypten

Der Phönix geht auf den ägyptischen Benu zurück, der als heiliger Vogel galt und eines der Grundsymbole der altägyptischen Glaubenswelt war. Ursprünglich als Bachstelze, dann als Graureiher dargestellt, begegnete man ihm später auch in Menschengestalt mit einem Reiherkopf. Der Name Benu ist abgeleitet vom Wortstamm „auferstehen, glänzen, leuchten“. Die gleiche Bedeutung hat auch der Name Phönix. Er wurde diesem Mysterienvogel im alten Griechenland gegeben, als man die ägyptische Sage dort übernahm.

Phönix: Symbol einer geheimnisvollen Verwandlung

Benu oder Phönix ist das urmythische Bild des ersten Wesens, das auf dem sich aus den Wassern erhebenden Land erschien. Mit anderen Worten: Er ist das entzündete Licht, der wieder erkennbare Sonnenmythos und steht in enger Verbindung zum Sonnengott Ra und zum Gott der Wiedergeburt Osiris. In den Strahlen der Morgenröte verbrennt der Phönix sich selbst, um aus der Asche zu erneuertem Leben aufzusteigen.

Dieses „Stirb und Werde“, wie Goethe es ausdrückt, deutet eine geheimnisvolle Verwandlung im Inneren des Menschen an. Sie beginnt mit dem Wunsch, das alte Sein hinter sich zu lassen, damit im geistigen Sinn alles neu werden kann.

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