SUCHEN

Die Sehnsucht, nach Hause zu kommen

Sehnsucht nach fernen Welten
Sehnsucht nach fernen Welten

Exotische Länder, andere Kontinente, zum Mond fliegen: Die Sehnsucht, andere Welten zu entdecken, ist so alt wie die Menschheit selbst. Sie weist auf die Erinnerung an ein Zuhause hin, das seit langer Zeit vergessen wurde. 

Vor ungefähr 100 Jahren sagte der Schriftsteller Jules Verne voraus, dass mit Ausgang des 20.Jahrhunderts der Mensch imstande sei, auf dem Mond zu landen. Heute ist der Mond längst entdeckt und erforscht. Die ersten Mondflüge und -begehungen waren noch außerordentlich spektakulär.

Die Menschheit verfolgte damals gebannt vor dem Fernseher – schwarz-weiß! – , am Radio und in den Zeitungen die Astronauten, die die ersten Schritte auf dem Mond taten. Der erste wirkliche Raumflug fand bereits einige Jahre früher statt: Heiligabend 1968 umrundeten drei Astronauten mit der Apollo 8 den Mond und lasen Millionen Menschen auf der Erde aus der Schöpfungsgeschichte vor.

Eine andere Sicht auf die Erde

Was bedeutete das für die Menschen, die sich ins Weltall katapultieren ließen? Was bedeutete dieses Unternehmen für die Menschen, die es von der Erde aus verfolgten? Und was bedeutet es heute für uns in einer Zeit, in der wir Mondflüge chartern könnten? Ist es nur ein Abenteuer? Haben die Astronauten der Menschheit noch etwas anderes mitgebracht außer Gesteinsproben? Vielleicht neue Erkenntnisse über das Leben, das Weltall,  über Gott?

Einige der Astronauten äußerten ihre Erfahrungen in einem Radio-Interview mit dem Titel „Hallo Erde, hier spricht der Mond“: „Wer einmal auf die Erde geschaut hat tief aus dem Weltraum, wird sehr nachdenklich, und keiner ist vom Mond so zurück gekommen, wie er von der Erde weggegangen ist. Bei einigen von ihnen hat sich dadurch viel verändert, bei anderen weniger. Aber anders als vorher sieht wohl jeder die Dinge hier auf der Erde.“

Der Wunsch, Grenzen zu überwinden

Erst mit dem notwendigen Abstand zu der Erde, zum Irdischen, entstanden für die Astronauten neue, ganz andere Fragen. Sie hatten eine Grenze überschritten, waren aus ihrer alten Welt herausgetreten und in eine für sie neue Welt eingetreten. Diese völlig neue Erfahrung war mit nichts zu vergleichen, was sie bisher erlebt hatten.

Der Wunsch, Grenzen zu überschreiten, irdischen Begrenzungen und Bindungen zu entfliehen, neue Welten zu entdecken ist ein tiefer Wunsch, der mehr oder weniger bewusst in jedem Menschen vorhanden ist. Es ist der Wunsch nach absoluter Freiheit, und ein Stück weit gelingt es, durch Grenzüberschreitungen, außergewöhnliche Abenteuer und Wagnisse dem Alltag zu entkommen, alles Gewohnte, Übliche, die Sorgen und Freuden hinter sich zu lassen. Doch wird dadurch wirkliche Befreiung erfahrbar?

Nächste Seite

Verwandte Themen

Bergbesteigungen oder die Sehnsucht nach dem Höchsten

Die Bergbesteigung gilt als klassisches Symbol für den inneren Pfad zu Gott. Dem spirituellen Menschen erscheint der Berg als Orientierungspunkt, als ein Ort der Kraft und als höchster Punkt seiner Ausrichtung.

mehr über "Bergbesteigungen oder ..."

Auf der Suche nach dem wahren Leben

„Das Leben ist nur der Traum eines Traumes, aber wach sein ist anderswo“, hat Rainer Maria Rilke zu seiner Zeit erkannt. Auch der Schriftsteller Hermann Hesse spürte, dass die wahre Bestimmung des Mensch im Herzen verborgen liegt.

mehr über "Auf der Suche nach dem ..."

Gebet - Rosenkreuzer sehen manches anders

Ein Gebet ist eine magische Formel, die Antwort und Erfüllung von einer höheren Instanz fordert. Welche Instanz tatsächlich antwortet und wie die Erfüllung letztlich aussieht, hängt vom eigenen Bewusstseinszustand ab. Da kann etwas ganz anderes eintreffen als erwartet.

mehr über "Gebet - Rosenkreuzer s ..."