Es gibt kaum einen stärkeren Gegensatz als Mann und Frau in dieser Welt. Missverständnisse sind häufig die Folge. Doch beide haben eine gemeinsame Aufgabe.
„Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus“, so behauptete ein Bestseller vor einigen Jahren und begründete damit die enormen Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Der Erfolg des Buches bewies, dass die Fragen nach der Gleichberechtigung von Mann und Frau von größtem Interesse sind. Warum läuft so vieles falsch zwischen den Geschlechtern? Gibt es da etwa eine wesentliche Wissenslücke im Gedächtnis der Menschheit?
Zwei Pole, die zusammengehören
In den Überlieferungen gnostischer Schriften finden sich erstaunliche Hinweise auf ein uraltes Wissen, das lange Zeit vergessen war und der materialistischen Weltsicht zum Opfer fiel. Heute erreicht dieses Wissen wieder mehr Menschen, da es Licht in die scheinbar unvermeidlichen Verstrickungen zwischen Mann und Frau bringen kann. Es geht dabei zunächst um die stoffliche und feinstoffliche Beschaffenheit der allgemein menschlichen Körperlichkeit.
Alle Menschen besitzen vier unterschiedliche Körper, genannt Trägerkörper. Die stoffliche Form ist der dichteste und für alle sichtbare Trägerkörper. Er wird umhüllt und durchdrungen von einem feineren ätherischen Träger, dem so genannten Lebensleib oder Ätherkörper. Dieser wiederum wird umhüllt und durchdrungen von einem noch feineren Körper, dem Gefühlsleib oder Astralkörper. Und schließlich besitzt der Mensch noch ein Denkvermögen oder einen Mentalkörper.
Diese vier Träger bilden für ihn die notwendigen Ausdrucksmittel und ermöglichen es ihm, Erfahrungen zu machen. Es ist nun zu beachten, dass beide Geschlechter diese vier Trägerkörper besitzen, aber mit einem wesentlichen Unterschied: Sie sind jeweils entgegengesetzt polarisiert. Was bedeutet das? Polarisation kennt man vor allem aus dem Bereich der Physik, dort wird vom Plus-Pol und vom Minus-Pol gesprochen. Beide ergänzen sich und gehören zusammen.
Gleichwertig und doch unterschiedlich
Die Polarisation der Trägerkörper beim Mann sieht jedoch anders aus als bei der Frau. Der Mentalkörper des Mannes ist negativ polarisiert ist und daher in seiner Wirksamkeit empfangend. Der weibliche Mentalkörper hingegen ist positiv polarisiert und deshalb ausstrahlend. Der Astralkörper der Frau hingegen ist negativ polarisiert, also empfangend. Das verursacht eine starke Empfänglichkeit für gefühlsmäßige und sinnesorganische Eindrücke und Einflüsse. Der Astralkörper des Mannes, in seiner positiven Polarisation, ist feurig nach außen gerichtet.
Beim Ätherkörper ist der Mann der Empfangende und die Frau die Ausstrahlende. Auf der Ebene des Stoffkörpers ist der Mann als Samenspender wieder positiv polarisiert und die Frau als Gebärerin negativ. So besitzen also beide Geschlechter jeweils zwei positiv und zwei negativ polarisierte Trägerkörper. Das macht sie vollkommen gleichwertig.
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