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Christian Rosenkreuz im Turm von Olympus: Die verborgene Wendeltreppe

Die verborgene Wendeltreppe führt in die achte Turmkammer
Die verborgene Wendeltreppe führt in die achte Turmkammer

Nach der Verbrennung des blauen Vogels im 6. Stock des Turms von Olympus nimmt der Ablauf der „Chymischen Hochzeit“ eine unerwartete Wendung. CRC und drei Gefährten werden durch eine Seitentür hinausgejagt. Sie führt zu einer verborgenen Wendeltreppe.

In der allegorischen Erzählung „Chymische Hochzeit des Christian Rosenkreuz“ (Alchimische Hochzeit) von Johann Valentin Andreae aus dem Jahr 1616 wird beschrieben, wie CRC und seine Gefährten an der alchimischen Umwandlung des sterblichen in den unsterblichen Menschen arbeiten. Im 6. Stockwerk des Turms von Olympus, am sechsten von sieben Tagen, nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung. CRC und drei seiner Gefährten werden verspottet und unter dem Getöse einer Blaskapelle durch eine Seitentür hinausgejagt. Sie führt zu einer verborgenen Wendeltreppe.

Es ist verständlich, dass sich Christian Rosenkreuz in diesem Augenblick für den unseligsten aller Menschen hält. Was hat er nur falsch gemacht?  Bis hierhin lief es mit der alchimistischen Arbeit im Turm von Olympus doch eigentlich ganz gut. Am sechsten der sieben Hochzeitstage hatten die Gefährten in den Laboratorien des Turms intensiv an der Umwandlung des blauen Vogels gearbeitet. In der Geschichte steht der blaue Vogel als Symbol für die neu geborene Menschenseele. Der Vogel musste schließlich unter großer Anteilnahme getötet und verbrannt werden. Und obwohl CRC und seine Gefährten alles taten, was von ihnen verlangt wurde, überschüttet man sie jetzt mit Spott und Hohn und jagt sie zu einer Seitentür hinaus. Das erscheint ungerecht. Ist denn die ganze Mühe umsonst gewesen?

Die Wendeltreppe

Sobald jedoch die Tür hinter ihnen zugefallen ist, wird die kleine Gruppe von den Musikanten auf eine bisher verborgene Wendeltreppe geführt, die am 7. Stockwerk vorbei unter das Dach führt, in die achte, geheime Turmkammer. Hier werden sie bereits erwartet – unter anderem von der Jungfrau Alchymia, die das Kästchen mit der Asche des blauen Vogels mitgebracht hat. Sie entleert den Inhalt in ein Gefäß und füllt das Kästchen mit einem anderen Stoff. Diesen trägt sie zu den unten verblie­benen Kandi­daten in das 7. Stockwerk, um diese „noch ein bisschen an der Nase herumzuführen“, wie sie sagt. Um sich einem Verständnis der immer seltsamer anmutenden Geschehnisse in den Turmkammern anzunähern, ist jetzt zunächst eine Frage zu klären:

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